Tipps zur Sporternährung für Veganer und Vegetarier
Hallo Veggies!
Du hast den Schritt gewagt, Vegetarier oder sogar Veganer zu werden, du bist sportlich aktiv und fragst dich, wie du sportliche Leistung und neue Ernährung unter einen Hut bringst?
Ja, das geht! Sportprofis wie Trainer und Spitzensportler interessieren sich zunehmend für vegetarische und vegane Ernährung, um ihre sportliche Leistung zu verbessern. Hier sind einige Grundsätze, um zu verstehen, wie dein Körper funktioniert, und Tipps, die dir helfen, deine Veggie-Ernährung an deine sportliche Aktivität anzupassen.
#1 DIE GRUNDSÄTZE DER SPORTERNÄHRUNG
Ernährung ist die Grundlage der körperlichen Leistung.
Nährstoffe liefern Energie und regulieren die physiologischen Prozesse, die mit dem Training verbunden sind (Erhalt der fettfreien Masse, Aufbau neuer Gewebe, Stärkung der Knochen, Unterstützung der Zellreparatur).
Dein Stoffwechsel durchläuft 2 Zustände:
Der Anabolismus: Du isst Lebensmittel, die aus Makronährstoffen (Eiweiß, Kohlenhydrate und Fette) und Mikronährstoffen (Vitamine und Mineralstoffe) bestehen. Dann verdaust du sie (biochemische Reaktionen), wodurch der Aufbau deines Körpers (die Synthese) möglich wird, darunter die Muskeln.
Der Katabolismus: das ist der Abbau deiner Gewebe, wenn du aktiv bist und wenn du schläfst.
Du hast verstanden: Dein Stoffwechsel braucht unterschiedliche Nährstoffmengen, je nachdem, ob du dich wenig oder viel sportlich betätigst.
#2 DER KALORIENBEDARF
Die Kalorienmenge, die ein Erwachsener täglich braucht, hängt von vielen Faktoren ab, etwa Geschlecht, Alter, Größe, Gewicht oder körperlicher Aktivität.
Laut der ANSES (der französischen Agentur für Lebensmittel-, Umwelt- und Arbeitsschutz), lauten die Empfehlungen
für die empfohlene Nährstoffzufuhr (ANC) im Durchschnitt:

Was sind die AJR (empfohlene Tageszufuhr)?
Die empfohlenen Tageszufuhren (AJR) sind die allgemeinen europäischen Normen. Sie müssen auf allen Lebensmitteletiketten angegeben werden. Sie weichen nur wenig ab im Vergleich zu den empfohlenen Nährstoffzufuhren (ANC).

Für einen ausgeglichenen Stoffwechsel und leistungsstarke Trainingseinheiten musst du zuerst dein sportliches Ziel festlegen und dann deine pflanzliche Ernährung an dieses Ziel anpassen.
#3 EIN ZIEL SETZEN UND DIE KALORIENZUFUHR ANPASSEN
Es stimmt, vegane oder Veggie-Ernährung ist grundsätzlich kalorienärmer. Wenn du Sport treibst, steigt dein Kalorienbedarf je nach Häufigkeit, Dauer und Intensität deines Trainings.
ZIEL: MUSKELAUFBAU
1- Zum Aufbau deines Muskelgewebes ist eine höhere Kalorienzufuhr nötig. Ein Sportler sollte seinen durchschnittlichen Bedarf um mindestens 300 bis 500 Kalorien pro Tag erhöhen, um Muskeln aufzubauen.

Unterschied zwischen Masse- und Muskelaufbau :
Achtung: Wenn du deine Kalorienzufuhr erhöhst, nimmst du an Masse zu, also an Gewicht. Aber die Masse besteht aus Fettmasse und fettfreier Masse. Du musst also darauf achten, deine Zufuhr auszugleichen.
1 g Eiweiß liefert 4 kcal
1 g Kohlenhydrate liefert 4 kcal
1 g Fett liefert 9 kcal
2- Für den Muskelaufbau musst du Eiweiß essen: Denk daran, dass Muskelgewebe aus Eiweiß besteht und Eiweiß auch für das Immunsystem, den Aufbau von Knochen, Nägeln und Haaren und die Reparatur der Muskeln verwendet wird. Wenn du nicht genug Eiweiß isst, bleibt für den Rest nichts übrig – auch nicht für die Entwicklung der Muskelmasse.
3- Für den Muskelaufbau musst du auch Kohlenhydrate zu dir nehmen: Deine Zufuhr an Kohlenhydraten sollte etwa 50 % deiner täglichen Kalorien ausmachen, 20 bis 30 % für Eiweiß und 20 bis 30 % für Fette.

ZIEL: GEWICHT VERLIEREN
Du musst im Laufe des Tages mehr Kalorien verbrauchen, als du zu dir nimmst, und dein Training wird dir dabei helfen. Dein Ziel ist es, Körperfett zu verlieren, ohne Muskeln zu verlieren.
Wisse, dass dein Gewicht deine Schnelligkeit, Ausdauer und Kraft beeinflusst.
Zum Beispiel müssen ein Boxer oder ein Gewichtheber, die eher einen schlanken Körper haben, ihre Kraft und Leistung verbessern, ohne an Gewicht zuzunehmen, sonst riskieren sie, bei Wettkämpfen die Gewichtsklasse zu wechseln.
Tipp: Treibe Sport mit anderen oder geh mit deinem Hund laufen – eine hervorragende Möglichkeit, über sich hinauszuwachsen und mehr Kalorien zu verbrennen
Machen Kohlenhydrate dick?
Nein! Das ist ein Irrglaube. Dick macht die Menge der aufgenommenen Kalorien. Und wenn wir zu viele Kalorien essen, wird vor allem das Fett aus den Fetten als Körperfett gespeichert, denn Kohlenhydrate und Eiweiß werden fast nie als Körperfett gespeichert. Sie werden eher als Körperwärme verbrannt, für die Reparatur und das Wachstum der Gewebe verwendet oder als Glykogen gespeichert.
Sind Fette also wichtig?
Ja! Fette helfen dir, Vitamine aufzunehmen und deine Hormone zu regulieren. Du findest sie in Eiern (für Vegetarier), Nüssen, Avocados usw.
Zusammengefasst, um Gewicht zu verlieren:
Vor deinem Training solltest du weniger Kohlenhydrate zu dir nehmen, denn sonst entsteht eine Insulinspitze, die die Fettverbrennung verlangsamt. Und im Allgemeinen gilt: weniger Kalorien zu dir nehmen, als du bei deinem Training verbrauchst, bei Fetten nicht zu sehr zuzulangen, kein zu fettiges Essen wie Frittiertes usw.
#4 KOHLENHYDRATE VOR DEM TRAINING ESSEN?
Das kommt darauf an! Es stimmt, dass Kohlenhydrate eine wichtige Energiequelle für unseren Körper sind und daher notwendig. Es gibt zwei Arten von Kohlenhydraten:
Einfache Kohlenhydrate : wie Zucker oder Glukose.
Du nimmst sie in Limonaden zu dir oder findest sie in verarbeiteten Lebensmitteln. Sie werden schneller verdaut. Tatsächlich stürzt man sich oft auf diese Art Zucker, um sofort Energie zu bekommen, die leider nur kurz anhält.
Komplexe Kohlenhydrate: enthalten in Lebensmitteln wie Stärkebeilagen. Diese Kohlenhydrate sind wichtig, um die sportliche Leistung zu verbessern, vor allem beim Ausdauertraining.
Und wenn du an Wettkämpfen teilnimmst und mehrere Stunden am Tag trainierst, ist eine konstante Energieversorgung wichtiger als die kurzen Energiespitzen durch einfache Kohlenhydrate (Zucker).
Und genau hier ist die vegetarische oder vegane Ernährung sehr interessant, denn sie enthält einen beträchtlichen Anteil komplexer Kohlenhydrate, also eine stabilere Energiezufuhr und konstant über den ganzen Tag!
Komplexe Kohlenhydrate sind wichtig für die Speicherung von Glykogen, da dieses als Energie genutzt wird, sobald die Glukose (der schnelle Zucker) verbraucht ist.
Da die Glykogensynthese ein langsamer Prozess ist, dauert es Stunden oder sogar Tage, den Glykogenspeicher nach einem intensiven Training aufzufüllen.
Unverarbeitete Kohlenhydrate gehören zu den nahrhaftesten Lebensmitteln, die es gibt, voller sekundärer Pflanzenstoffe, Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien.
Daher ist es sinnvoll, Kohlenhydrate zu essen, für alle, die Masse aufbauen oder ihre Leistung und Ausdauer verbessern wollen.
Wo findet man Kohlenhydrate?
Hülsenfrüchte : weiße, rote oder schwarze Bohnen, grüne Linsen, rote Linsen, schwarze Linsen, Erbsen und Soja (texturiert, Tofu usw.).
Stärkehaltiges Gemüse und Wurzelgemüse : Kartoffeln, Süßkartoffeln, Butternut-Kürbis, Kürbis usw.
Getreide : Reis, Mais, Hafer, Weizen, Quinoa usw. Wähle am besten Vollkornprodukte.
Pflanzliche Milch und Joghurts: aus Soja, Reis, Hafer, Mandeln usw.
Trockenfrüchte : Rosinen, getrocknete Cranberrys, getrocknete Bananen, getrocknete Mangos.
Früchte oder Beeren : Bananen, Mangos, Kürbisse (ja, das ist ein Obst), Heidelbeeren, Kirschen, Brombeeren.
Tipp: Kaufe die Tiefkühlbeutel mit Beeren und roten Früchten, die voller Antioxidantien stecken, und gib sie in einen Smoothie, einen Joghurt, ein Müsli oder in Haferflocken zum Frühstück oder vor dem Training.
Kohlenhydrate in verarbeiteten Lebensmitteln: Nudeln, Brot.
Diese Kohlenhydrate enthalten weniger sekundäre Pflanzenstoffe und weniger Ballaststoffe, sind aber eine leicht zu verzehrende Kohlenhydratquelle.
#5 SPORT UND REGENERATION
Um deine Muskeln zu nähren und ihnen bei der Regeneration zu helfen, solltest du nach dem Training pflanzliches Eiweiß zu dir nehmen. Ich erkläre dir, warum:
Veggie- oder vegane Ernährung und weniger Entzündungen im Körper
Diese Ernährung ist nämlich sehr reich an Antioxidantien, die bekanntermaßen Entzündungen im Körper verringern, wodurch dein Körper eine viel bessere Fähigkeit hat, die durch deine intensiven Trainingseinheiten verursachten Schäden, also oxidative Schäden, zu reparieren, Du baust also deine Zellmembranen schneller wieder auf, regenerierst schneller und kannst dein Training in Dauer oder Intensität steigern.
Es sind die farbigen Lebensmittel die reich an Antioxidantien sind, wie Karotten, rote Paprika, Rotkohl,usw.
Außerdem ist die vegetarische oder vegane Ernährung reich an Nitraten, die zum Beispiel in Roter Bete, Knoblauch, grünem Blattgemüse und Zitrusfrüchten stecken. Nitrate erweitern die Blutgefäße (Vasodilatation), was den Blutfluss beschleunigt und es ermöglicht, den Sauerstoff besser im ganzen Körper zu verteilen. Das steigert auch deine Ausdauer, denn du transportierst Energie viel schneller durch deinen Körper.
Du wirst nicht nur die Regenerationszeiten verkürzen, sondern auch den Muskelkater verringern (verzögert auftretende Muskelschmerzen), Gelenkschmerzen lindern und eine schnellere Heilung von Verletzungen ermöglichen.
Du brauchst also keine Steroide zu nehmen, um deine Leistung zu steigern.
#6 PFLANZLICHES EIWEISS: WIRKSAMER ALS TIERISCHES EIWEISS
Manche tierischen Eiweißquellen wie rotes Fleisch haben einen sehr hohen Anteil an gesättigten Fetten, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder -Unfälle und Fettleibigkeit erhöhen kann. Spitzensportler, die tierisches Eiweiß und damit mehr gesättigte Fette zu sich nehmen, haben oft mit Arteriosklerose, Plaqueablagerungen in den Arterien oder Herzmuskelschäden (verminderter Blutfluss im Herzen) zu tun.
Pflanzliches Eiweiß enthält dagegen weniger gesättigte Fette. Zum Beispiel Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen usw. Weniger gesättigte Fette zu essen senkt auch den Blutdruck und das schlechte Cholesterin.
Viele pflanzliche Produkte enthalten enorm viel Eiweiß:

Iss möglichst keine Nudeln, keinen weißen Reis und kein Weißbrot, denn sie enthalten nicht genug Eiweiß und Nährstoffe. Bevorzuge zum Beispiel Quinoa oder Farro (eine alte Weizenart). Meide auch Palmöl und Kokosöl mit hohem Anteil gesättigter Fette.
Diese sehr praktische Seite zeigt dir die Nährstoffzusammensetzung jedes Lebensmittels.

#7 LEBENSMITTEL VON GUTER QUALITÄT ESSEN
Iss vorzugsweise Bio-Produkte, denn viele Lebensmittel enthalten Pestizidrückstände. Bevorzuge kurze Lieferketten, zum Beispiel kleine Erzeuger in deiner Nähe, um eine bessere Rückverfolgbarkeit der Produkte zu haben, Unverpackt-Läden oder Bioläden, lokale Märkte usw.
Bevorzuge Vollwertkost mit hohem Ballaststoffgehalt:
Hülsenfrüchte (rote Bohnen, Linsen, Kichererbsen usw.), Obst (Feige, Orange, Grapefruit, Erdbeere, Birne usw.), Gemüse (Aubergine, Okra, Spargel, grüne Bohnen und Erbsen, Rosenkohl, Karotten usw.).
Meide verarbeitete oder raffinierte Lebensmittel, die nur Kalorien mit sehr geringem Wert an Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen liefern. Man spricht oft von „leeren Kalorien“.
Diese vegetarischen oder veganen Produkte sind sehr wenig nahrhaft und enthalten oft zu viel Zucker, wie zum Beispiel fertige Brotaufstriche, verarbeitete Sojawürstchen, vegane Mayonnaise usw. Wenn du nicht jeden Tag kochen möchtest, schau dir die #10 an, eine Lösung, die dir Zeit spart.
#8 ABWECHSLUNGSREICH ESSEN
Es gibt kein Lebensmittel, das allein alle 20 Aminosäuren, 13 Vitamine und 22 Mineralstoffe enthält, die der Körper braucht. Durch abwechslungsreiche Ernährung nimmst du sie alle auf und bringst deinen Körper ins Gleichgewicht.
In meinem Artikel über pflanzliches Eiweiß findest du eine vollständige Liste der Lebensmittel, die es enthalten, mit den zugehörigen Vitaminen und Mineralstoffen sowie Tipps zur Zubereitung.
#9 MIKRONÄHRSTOFFE: SIE SIND WICHTIG
Aminosäuren sind entscheidend für die Reparatur der Muskeln.
Veganer, die weder Eier noch Käse, Fleisch, Fisch oder Krustentiere essen, können einen Mangel an wichtigen Nährstoffen wie Vitamin B12, bestimmten Fettsäuren wie DHA und Eisen haben.
Diese Nährstoffe schützen dein Gehirn vor neurologischen Störungen, unterstützen dein Immunsystem, stärken deine Muskeln, bekämpfen Müdigkeit und fördern die Zellfunktion.
Wo findet man Eisen : in Brokkoli, Kohl, Erbsen, Spinat, dunkler Schokolade, Tofu. Denke daran, eisenreiche Lebensmittel mit Lebensmitteln zu kombinieren, die reich an Vitamin C sind, für eine bessere Aufnahme.
Wo findet man Vitamin B12 : das ist ein bisschen der Nachteil, wenn man Fleisch oder Fisch weglässt, die es in ausreichender Menge enthalten. Vegetarier finden es in Eiern (im Eigelb) und Käse. Aber auch, und vor allem für Veganer, in fermentierten Sojaprodukten, in Sauerkraut oder Bier, in Sanddorn oder in Knollen- und Wurzelgemüse, an denen noch Erde haftet.
Warum es für Vegetarier und Veganer wichtig ist, B12 zu supplementieren
Auch wenn der menschliche Körper große B12-Reserven hat und Darmbakterien kleine Mengen davon synthetisieren können, wird diese Reserve mit den Jahren schwinden. Das B12 in pflanzlichen Lebensmitteln ist leider in viel zu geringer Menge vorhanden.
Deshalb empfehle ich dir, B12 zu supplementieren. Das Cyanocobalamin (enthält Kobalt) ist eine synthetische Form von B12, die in den meisten Präparaten verwendet wird. Man bekommt es in der Apotheke, in Bioläden und im Internet.
Wer kein B12 zu sich nimmt, bekommt Beschwerden wie Müdigkeit, Atemnot, Muskelschwäche, Übelkeit, Verstopfung, Appetitlosigkeit, Sehstörungen usw.
Die Symptome von B12-Mangel: Kribbeln in den Gliedmaßen, Gehschwierigkeiten, Stimmungsschwankungen, Gedächtnisverlust usw.
Wo findet man Fettsäuren, das DHA (Docosahexaensäure) : auch Omega-3 genannt, sie ermöglichen dem Gehirn, richtig zu funktionieren, beugen Sehstörungen vor und tragen zu einer normalen Herzfunktion bei. Man sollte etwa 250 mg pro Tag zu sich nehmen. Sie stecken in Pflanzenölen (Raps, Walnuss, Hanf, Lein), aber auch in bestimmten Mikroalgen (Schizochytrium).
Wo findet man Calcium : Mandeln, Haselnüsse, Sesamöl, Lein- und Sonnenblumenöl, Spinat, Mangold, Feigen, Datteln, Grünkohl, Kale, Pak Choi, Brokkoli, Tofu usw.
Fast alle pflanzlichen Milchsorten, die im Supermarkt oder im Bioladen verkauft werden, sind mit Calcium angereichert. Du kannst auch hin und wieder Calcium supplementieren, solltest aber Lebensmittel bevorzugen, die es enthalten.
#10 SPARE ZEIT: BEREITE DEINE MAHLZEITEN VOR UND NUTZE MEAL PREP
Du kochst gern, hast aber wenig Zeit, jeden Tag zu kochen, und keine Inspiration? Dann setze auf vegetarisches Meal Prep! In 2 bis 3 Stunden pro Woche bereitest du deine Mahlzeiten für die ganze Woche im Voraus zu, mit allen wichtigen Nährstoffen. Um dich zu organisieren, lies meinen Artikel über vegetarisches Meal Prep für Tipps.
#11 ÜBERTRAINING VERMEIDEN, REGELMÄSSIGE EINHEITEN,
VIELFALT DER SPORTARTEN
Ich rate dir, deine Muskeln nicht durch Übertraining zu erschöpfen und die Einheiten zu verteilen. Beginne mit kleinen, kurzen Einheiten von mindestens 15 bis 20 Minuten und steigere dich allmählich. Das Wichtigste ist, zu versuchen, regelmäßig zu sein. Um nicht müde zu werden, wechsle die Sportarten ab, das erlaubt auch, bestimmte Aspekte zu trainieren: Du kannst zum Beispiel laufen oder schwimmen, um Herz-Kreislauf-System und Ausdauer zu verbessern, und in anderen Einheiten Krafttraining für den Muskelaufbau machen.
Nimm deinen kleinen Begleiter ruhig mit, wenn du joggen gehst.
Sport in der Familie motiviert, also such dir eine Sportart, die du mit deinen Kindern ausüben kannst.
#12 EIN GESUNDER LEBENSSTIL
Gute sportliche Leistungen bedeuten, ausgewogen zu essen, aber auch einen gesunden Lebensstil zu führen: nicht zu viel Alkohol, kein Doping und vor allem ausreichend schlafen, was deinen Muskeln bei der Regeneration hilft.
#13 SICH HELFEN LASSEN
Ja, und das ist keine Hexerei!
Entweder hast du vegetarische oder vegane Freunde, die dir helfen, tolle Rezepte zuzubereiten und Kohlenhydrate, Eiweiß, Fette, Vitamine usw. für gute Trainingseinheiten auszugleichen.
Oder du fragst deinen Hausarzt, was er davon hält; wenn er sich mit dem Thema „Sport ohne tierisches Eiweiß“ auskennt, kann er dir gute Ratschläge geben.
Oder du gehst lieber zu einem Ernährungsmediziner.
Es gibt Facebook-Seiten, die ich regelmäßig besuche und die voller guter Tipps sind. Klicke auf die blauen Links, um sie aufzurufen.
Liste von Ärzten, die dem Vegetarismus / Veganismus gegenüber offen sind: Internetnutzer geben dir je nach Wohnort gute Adressen von Ärzten und Ernährungsberatern, die vegetarische und vegane Ernährung unterstützen.
Diese Seite ist gewidmet Vegetariern und Veganern, die Sport treiben
Es gibt auch mobile Apps, die dir helfen können, deine Lebensmittel auszuwählen oder deine Kalorien, den Anteil an Eiweiß, Kohlenhydraten usw. zu berechnen. Das ist praktisch, du steuerst dich selbst, es ist wie ein Assistent.
Rezept-Apps, Mahlzeitenplaner, Apps, die dir Adressen vegetarischer Restaurants vorschlagen.

#14 SEI GEDULDIG: DIE ERGEBNISSE KOMMEN
Du hast schon vor deiner vegetarischen oder veganen Umstellung Sport getrieben. Wie in jedem neuen Bereich ist dein Körper am Anfang noch nicht an diese Ernährungsumstellung gewöhnt, du musst es also schrittweise angehen. Beginne mit einer Mahlzeit pro Woche, die zu 100 % veggie oder vegan ist, und erhöhe dann die Tage ohne Fleisch, ohne Fisch usw., bei gleichbleibender sportlicher Aktivität. Erstelle einen Plan deiner Mahlzeiten, verbunden mit dem Plan deiner Trainingseinheiten. Notiere bei jedem Schritt, jeder Woche oder jedem Monat deine sportlichen Fortschritte, deine Ausdauerzeiten, dein Herz-Kreislauf-Training, deine Gewichte beim Heben, und vor allem: Feiere deine Leistungen!
Ergebnisse zu haben und zufrieden zu sein ist eine Frage der Übereinstimmung deiner Ziele und der Nachhaltigkeit deiner Trainingseinheiten, kombiniert mit deiner veggie oder veganen Ernährung.
#15 DU DARFST AUCH MAL SCHWACH WERDEN
Ein kleiner Ausrutscher ab und zu (nicht der am Knöchel!), ein bisschen „Junkfood“, ist nicht so schlimm. Aber werde möglichst vegetarisch schwach! Vor allem keine zu strenge Diät, um den Jo-Jo-Effekt zu vermeiden, denn das würde sich auf deine sportliche Leistung auswirken.
#16 VEGANISMUS IN DER WELT DER PROFISPORTLER
Es gibt eine großartige Dokumentation, produziert von Arnold Schwarzenegger, verfügbar auf Netflix „The Game Changers“ oder auf anderen Plattformen, die Zeugnisse von Spitzensportlern nutzt, um zu beschreiben, wie eine vegane Ernährung die sportliche Leistung verbessert. Profisportler bestätigen den Zusammenhang zwischen Pflanzen und Leistung.
Patrik Baboumian: 125 Kilo Muskeln, deutscher Spitzensportler, der übrigens den Titel „stärkster Mann der Welt“ erhielt. Er hält außerdem den Weltrekord für das schwerste getragene Gewicht über eine Distanz: 550 kg über 10 Meter. Er ist Veganer.
Ein Journalist fragte Patrik Baboumian einmal: "Wie können Sie so stark wie ein Ochse werden, ohne Fleisch zu essen"? Und er antwortete: „Haben Sie schon einmal einen Ochsen Fleisch essen sehen?“.
Serena Williams: die berühmte amerikanische Tennisspielerin, die fast 39 Titel gewonnen hat. Sie baut ihr Spiel auf kurze und zugleich kraftvolle Schläge. Sie ist Veganerin.
Lewis Hamilton: britischer Formel-1-Pilot, 7-facher Weltmeister, der die Bewunderung aller Geschwindigkeitsfans erntet. Er ist Veganer.
Carl Lewis : einer von vier Olympioniken mit neun olympischen Goldmedaillen. Ein großer Athlet, Läufer über 100 m, 200 m, im Weitsprung und in der 4x100-m-Staffel. Er ist Veganer.
Tim Van Orden: seit über 21 Jahren vegan und weltbester Trailläufer. Gründer und Trainer von Running Raw, einem Trainingsservice für vegane Athleten.
Murray Rose: australischer Schwimmer, vierfacher Olympiasieger. Leider starb Murray Rose im April 2012 im Alter von 73 Jahren an Leukämie und hinterließ bleibende Eindrücke. Er war seit seiner Kindheit Veganer.
Unter den anderen veganen Sportlern sind besonders Kendrick Farris (Gewichtheben), Tia Blanco (Surfen), Frank Medrano (Bodybuilding) und die ehemaligen Sportler David Haye (Boxen), Edwin Moses (Leichtathletik), Bode Miller (Ski), Surya Bonaly und Megan Duhamel (Eiskunstlauf), Colin Kaepernick (American Football), Nate Diaz (UFC) und Scott Jurek (Ultratrail) zu nennen.
Zum Schluss ...
Eine vegetarische oder sogar vegane Umstellung bedeutet, die Ernährung auf eine gesunde und ausgewogene Wahl auszurichten, um die sportliche Leistung nachhaltig zu optimieren. Ich hoffe, dieser Artikel konnte dir einige Klarheit über den Nutzen dieser Ernährung in Kombination mit deinen Trainingseinheiten bringen. Wenn dir die Lektüre gefallen hat oder du Fragen hast, hinterlass mir gern einen kleinen Kommentar, ich antworte dir gern.






Kommentare